Verkauf
dein Pferd - Lieder vom Halten und Lassen
(2008/2009)

Wenn man ein Einhorn
hat, ist es leicht, sein Pferd zu verkaufen, scheint es... aber das
Einhorn ist ein sensibles und wildes Tier, es geht seiner Wege, wenn
es will...
Halten und Lassen als
lebensnotwendige Balance, Aus- und Einatmen, Tanzen, einen Ton dem anderen
folgen lassen, Bleiben und Gehen...
Chanson, Fado, Tango,
Klezmer, Musette, Rembetiko, Romamusik - all diese Arten von Blues, die
Abschiede beschreiben, die Sehnsucht nach Süden, lange Wege, den Versuch
etwas festzuhalten und immer wieder loszulassen, um endlich in Freiheit den
Kolo zu tanzen.
Musik mit leichter Hand und Leidenschaft
gespielt, voller Poesie, Melancholie, Heiterkeit und Gesang, inbrünstig, rau
und zärtlich.
Das Programm startete 2007 wird gerade abgelöst durch
ÜBERsetzen. Es gibt nur noch vereinzelt Termine.
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Meine Taube
im Geklüft der Felsen (Kirchenprogramm)
(2003 bis 2007)
Abschlusstour im Herbst 2007
Ein
Konzertprogramm, dass inhaltlich und akustisch speziell für Kirchenräume
konzipiert wurde. Die Schönheit und Besonderheit dieser Orte ist
Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit unserer christlichen Kultur und
deren Verhältnis zu andern Kulturen.
Das Programm beinhaltet verschiedene Liebeslieder vom Mittelalter bis zur
Gegenwart, vom Orient bis Lateinamerika:
- Gesänge aus dem christlichen Mittelalter, der jüdischen und
islamischen Welt (Sufi- Kultur)
Mystische Seelengesänge und deren weltliche Entsprechung
Lieder aus dem maurischen Andalusien, einer Zeit des friedlichen
Zusammenlebens von Juden, Moslems und Christen
Lieder der Sehnsucht nach Frieden (der Seele und der Welt)
Verschiedene Vertonungen und Bearbeitungen des Hohen Liedes
ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm. Von Palestrina über
eigene Vertonungen bis hin zum "Lied der Lieder von Mauthausen" von Mikis
Theodorakis, wo spätestens die politische Dimension aufscheint: Die Liebe
als utopischer Gegenentwurf zu Hass und Zerstörung durch Realpolitik und
Fundamentalismus.
Für dieses Programm hat Das Blaue Einhorn sein bekanntes Instrumentarium
von Akkordeon, Geige, Gitarre, Bass, Chalumeau und Trompete erweitert um
Cello, Gambe, Ud, Flöten, ...
Der chorische Gesang wird verstärkt, der gesprochene Text stark
reduziert.
Gastsängerin Karolina Petrova
"Dieses Programm ist eine Sammlung von Liebesliedern unterschiedlichster
Herkunft und Ausdrucksform, die ihren Zusammenhalt findet im Bezugnehmen
auf Sequenzen aus dem alten Hebräischen Shir-hash-shirim, dem Lied der
Lieder – oder Hohen Lied, wie Luther es nannte.
Das Hohe Lied ist ursprünglich eine Zusammenstellung von Liebesliedern,
wurde aber immer auch im übertragenen oder mystischen Sinne verstanden –
als Ausdruck der Sehnsucht der Seele (oder Gemeinschaft) nach Gott. Wir
haben im Zentrum unseres Programms der Mystik auch einen Platz eingeräumt,
mit Liedern aus dem christlichen und islamischen Kulturkreis. Auch Tod und
Gewalt als der Liebe feindliche Mächte werden benannt, kulminierend im
"Lied der Lieder von Mauthausen". Wir wollen mit unserem Programm der
Hoffnung Ausdruck verleihen, dass die Kraft der Liebe dazu imstande ist,
den großen Riss zwischen den Welten zu heilen." (Paul Hoorn)
Ausführende:
Karolina Petrova (Gesang, Violine, Blockflöte)
Paul Hoorn ( Gesang, Akkordeon, Trompete, Blockflöte, Chalumeau)
Dietrich Zöllner (Violine, Cello, Gambe, portugiesische Gitarre, Gesang)
Andreas Zöllner (Gitarre, arabische Laute, Blockflöte, Hackbrett,
Gesang)
Michael Burkhardt (Kontrabass, Cello, Gitarre, Djembe, Gesang)
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Ojfn
Weg - 15 Jahre Das Blaue Einhorn (2006/2007)
Das Schönste, Beliebteste, Kostbarste und Vergessenste aus 15 Jahren
Das Blaue Einhorn
– neu und überraschend arrangiert, denn die Rückschau ist
gleichzeitig ein Blick nach vorn. Das Blaue Einhorn präsentiert seine
bemerkenswerte Vitalität und zeigt, das es mit gewachsener Erfahrung und
musikalischer Gereiftheit nichts von seiner Unbeschwertheit und der
Spielfreude der Anfangsjahre verloren hat.
Aus dem Inhalt
Das Blaue Einhorn (Rodriguez), Ando Werdan, Nane Zocha, Letztes Boot,
Vintitre, El Sur, Der Tanzbär, Zeit der Süßkirschen, ...
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Weihnachtsprogramm
- "Auch Engel plagt der Durst" (2007/2008/2009)
Seit
vielen Jahren gibt es die Weihnachtsprogramme mit dem Blauen Einhorn im
Societaetstheater Dresden.
Das Weihnachtsprogramm
2007 / 2008:
AUCH ENGEL PLAGT DER DURST
Eine Weihnachtsmusik aus dem Wartesaal der Wünsche
Nachdem Das
Blaue Einhorn im letzten Weihnachtsprogramm
den verschiedensten Verkörperungen der Maria nachgegangen ist, widmet es
sich diesmal der Frage, was Engel sich
wünschen könnten, und ob sie sich wesentlich vom Menschen unterscheiden.
So beschreibt es Peter Zacher in der DNN:
Stilgerecht am Nikolaustag
hatte das neue Weihnachtsprogramm des Blauen Einhorns im Societaetstheater
Premiere. Und dieses Programm behauptet, auch Engel hätten Durst. Es
handelt sich offensichtlich nicht um die gewöhnliche Spezies des gemeinen
Engels, sondern eine sehr irdische. In der Tat ist nicht ganz sicher,
woher der durstige Engel kommt, mit dem das Programm beginnt. Um so
sicherer ist, woher die Programmbeiträge stammen. Die sind, wie vom
Einhorn nicht anders zu erwarten, aus allen möglichen, vor allem aber
ungewöhnlichen Quellen zusammengestellt. Ein uraltes englisches Volkslied
ist dabei, ein lärmend-raues Gloria aus der Roma-Kultur, ein serbischer
Kolo, ein Chanson von Jacques Brel; zwei Songs stammen von Rio Reiser,
drei Titel aus der argentinischen Weihnachtsgeschichte "Navidad nuestra"
von Ariel Ramírez. Und vieles andere noch. Man könnte meinen, das alles
passe nicht zueinander. Aber die Firma Einhorn ist ja inzwischen dafür
bekannt, alle nur denkbaren losen Enden so miteinander zu verknüpfen, dass
der entstehende Faden allen Belastungen standhält.
Nicht nur der Engel ist alternativ, das ganze Programm ist es. Und es ist
nicht das übliche Eiapopeia, wie es uns die elektronischen Medien in die
Stuben blasen. Ebenso wenig ist es die grässliche Fressorgie mit
entsprechend fetter und übersüßter Musik in der Art, wie der Striezelmarkt
sie bietet. Es ist ein Weihnachtsprogramm für alle, die es ein wenig
anders möchten. Es geht aber nicht um Andersartigkeit um ihrer selbst
willen. Das Programm hat seine innere Logik, ist intellektuell
authentisch, bietet Schmirgelpapier statt Hochglanzkaschierung und enthält
auch ein Stück wohldosierter Aggression. Die Musik ist sorgfältig
gearbeitet und wirkt trotzdem nicht überzüchtet. Rauigkeit als
ästhetisches Prinzip des Einhorns - man darf staunen, dass sich das in den
sechzehn Jahren Gruppenexistenz noch immer nicht totgelaufen hat, sondern
jedes Mal wieder Frische und Lebensfähigkeit beweist. Dazu kommt als
zusätzlicher Sympathiefaktor, dass die Einhörner respektlos an geheiligten
Symbolen kratzen und sich selbst auch auf die Schippe nehmen. Wer
weihnachtliche Gedanken jenseits aller Klischees sucht, kann gar nichts
Besseres tun als sich diesem Programm auszuliefern.
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O seltsam
Gemeinschaft des Tags mit der Nacht
(2005/2006)
Variationen über ein altes Weihnachtslied
Weihnachtsprogramm - mit Katja Langnäse als Gast (Schauspiel, Gesang)
2005 und 2006
"Wir
wünschen uns, nicht nur den Zipfel des Gewandes der Madonna zu erhaschen,
sondern auch auf den Schatten Marias zu treffen, den sie manchmal auf die so
karge Erde wirft…Wir suchen in den bekannten Figuren der Weihnachtslegende
auch das Irdische, Widersprüchliche und die Möglichkeit, uns und unsere Welt
in ihnen zu erkennen. Im Kind Marias sehen wir unser eigenes Kind, oder das
Kind in uns oder ein fremdes Kind: göttlich in seiner Souveränität,
menschlich in seiner Schutzbedürftigkeit" (P. Hoorn)
"Sie gehören einfach dazu - zur Weihnachtszeit im Societaetstheater.
Ob in der großen Einhorn-Besetzung oder Paul Hoorn und Andreas Zöllner
allein, Gäste sind bei den theatralischen Weihnachtskonzerten immer dabei
und die strömenden Zuschauer fordern uns Jahr für Jahr auf, Zusatztermine
zu finden, um dem Andrang an der Kasse gerecht werden zu können. Auch für
die Mitarbeiter des Theaters sind diese Abende im sonst hektischen
Dezember die beste Gelegenheit anzukommen, zuzuhören, nachdenklich zu
werden und das Herz zu öffnen für das, was am Heiligen Abend empfangen
werden könnte…
Das Eigentliche liegt bei den Konzerten des Blauen Einhorn immer
dazwischen - zwischen dem, was ausgesprochen wird und dem Nichtgesagten,
zwischen Klängen und Stimmungen, zwischen der gegenwärtigen Verbundenheit
mit Natur, Erde, Welt und dem, was traditionell überkommen ist. Man geht
reich beschenkt aus den Abenden, weil es in diesen "Zwischenwelten" viel
zu entdecken gibt. Die tiefe Sehnsucht nach Weihnachten wird beim Blauen
Einhorn sehr ernst genommen, ihren Spuren dürfen wir auch über das Konzert
hinaus folgen und wir werden merken, dass dies mit den üblichen Klischees
nichts zu tun hat." (Theaterzeitung, Societaetstheater)
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